Batteriezug schlägt Wasserstoff-Triebwagen

Batteriezug schlägt Wasserstoff-Triebwagen

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Zu dem überholten, starren Konzept des RMV einer S-Bahn-Verlängerung in den Taunus wurde jetzt eine brisante Studie des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.), die im Auftrag des BMVI erstellt wurde, veröffentlicht, siehe:

https://hbapp.handelsblatt.com/cmsid/26080986.html

https://www.vde.com/de/presse/klimaneutrale-alternativen-zu-dieseltriebzuegen

 und die Studie selbst:  

https://www.vde.com/resource/blob/1979350/a41e9c3559af76fee9c91befbc1e9216/studie-klimaneutrale-alternative-zu-dieseltriebzuegen-data.pdf

Diese Studie bestätigt 1:1 das Betriebskonzept der Bürgerinitiative einer modernisierten Tanusbahn 2.0 mit Batteriezügen, siehe anbei unsere Quintessenz mit Fazit, die wir bereits der Presse zugeleitet haben.

 

– Der Batterietriebzug (BEMU) ist über einen Zeitraum von 30 Jahren gesehen wesentlich wirtschaftlicher als der Brennstoffzellentriebzug (HEMU). Der Unterschied beträgt 59 Millionen Euro. Als Hauptprobleme für den HEMU nennen die Autoren der Studie die Energiekosten und die Tauschkosten für die Brennstoffzelle.

– Wie die Technologieorganisation VDE in ihrer Studie errechnete, sind BEMU ähnlich wirtschaftlich wie Triebzüge, die ihre Energie über die Oberleitung (EMU) beziehen.

– Am teuersten und unwirtschaftlichsten sind HEMU – noch vor DMU (Dieseltriebzüge)

– Auf den typischen Pendlernebenstrecken, wo derzeit noch DMU eingesetzt werden, ist der Wasserstofftriebzug immer die wirtschaftlich ungünstigere Lösung – bis zu 35% teurer als der BEMU.

– Was den HEMU so teuer macht, sind die signifikant höheren Energiekosten. Die Autoren der Studie sind dabei von grünem Wasserstoff ausgegangen, der elektrolytisch mit einem Wirkungsgrad von < 80% hergestellt werden kann. „Bezogen auf den Energiegehalt ist der Preis von grünem Wasserstoff daher immer höher als der Strompreis“, so Dr. Klebsch, einer der Autoren. Mit einem Wirkungsgrad von < 70% muss der Wasserstoff dann im Fahrzeug über die Brennstoffzelle wieder in Strom für den Antrieb umgewandelt werden.

– Der zweite Grund für den signifikanten wirtschaftlichen Unterschied zwischen HEMU und BEMU sind die zum heutigen Zeitpunkt hohen Tauschkosten für die Brennstoffzellen, die über die Fahrzeuglebensdauer bis zu sieben Mal getauscht werden müssen.

– Der VDE nutzt das ›Netz Düren‹ mit seinen Linien RB 21 Nord, RB 21 Süd und RB 28 als Praxisbeispiel für seine Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen (Anmerkung: Hersteller wie Alstom und Siemens Mobility wenden hierzu ein, die VDE-Studie beziehe sich nur auf ein bestimmtes Netz, woraus keine Verallgemeinerung in anderen Fällen ableitbar sei.)

Tatsächlich soll die Studie Kommunen bei der Entscheidungsfindung helfen. „In unserer Analyse beriefen wir uns dabei auf die Logik eines rational handelnden Investors, der überlegt, ob er sein Geld in eine neue Flotte mit alternativ angetriebenen Fahrzeugen investieren oder besser auf dem Kapitalmarkt anlegen sollte“, erklärt Klebsch stellvertretend für seine Co-Autoren.

Schlussfolgerung BI Pro Taunusbahn: Leider haben wir es hier im Taunus mit dem RMV/VHT Projekt und den bereits vorab bestellten 27 Wasserstoffzügen bekanntlich nicht mit rational handelnden Investoren zu tun, sondern mit Verwaltungen, die einer ideologisch eingefärbten politischen Vorgabe folgen und dabei vor einer massiven Verschwendung von Steuergeldern ebenso wenig zurückschrecken, wie davor, die gesetzlichen Vorgaben einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung zu missachten.

Spätestens der mit dem Corona-Virus eingeläutete zukunftsweisende starke Home-Office Trend (siehe auch HB-Artikel, „Allianz macht Homeoffice zur Dauerlösung“ https://hbapp.handelsblatt.com/cmsid/26075398.html verdeutlicht, dass die ohnehin schwer nachvollziehbaren RMV/VHT Zahlen veraltet sind und das geplante monströse RMV-Projekt einer S-Bahn-Verlängerung in den Taunus jetzt eingestampft werden muss, zugunsten der ohne Planfeststellungsverfahren sofort umsetzbaren Alternative „Taunusbahn 2.0“ auf Basis Batteriezug. Die Studie bestätigt 1:1 das Betriebskonzept der BI einer modernen Taunusbahn mit Batterieelektrischen Triebwagen (BEMU), alternativlos, wenn es darum geht, den gesamten Taunus (auch hinter Usingen) von der Mobilitätswende profitieren zu lassen (siehe Flyer der BI Pro Taunusbahn unter der Überschrift „Taunusbahn 2.0“)